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Jesidischer Peshmerga-General: "Türkei, Iran und Araber, das sind unsere Feinde"

Der österreichische  Kurier bringt ein Interview mit dem  jesidischem Peshmerga-General  Qassim Shasho  in Sinjar. Lesen Sie selbst aber er scheint weder über die KRG noch über die PKK oder die internationale anti-ISIS Koalition besonders glücklich zu sein. Interessant ist, wen er als Feinde betrachtet: " Türkei, Iran und Araber, das sind unsere Feinde". Möglicherweise hat besonders die Vertretung der KRG in Österreich Erklärungsbedarf in der nächsten Zeit, wo man in Erbil doch sowohl mit der Türkei als auch mit dem Iran verstärkt militärisch kooperiert... "Ein Befehl – und hier ist kein IS mehr"
Ein Artikel über die aktuelle Situation des orientalischen Christtentums im Allgemeinen und der Situation in der Türkei im Speziellen kommt vom Standard -Kolumnisten Hans Rauscher, der schon öfters sein Interesse an der Materie angedeutet hat. Auch wenn sich ab und an ein paar kleine Unschärfen eingeschlichen haben auf jeden Fall lesenswert, besonders weil schlüssig veranschaulicht wird warum Erdogan von den Christen vorsichtig positiv bewertet wird: Christentum im Nahen Osten: "Ganze Zivilisation wird entwurzelt" von Hans Rauscher, Der Standard
Christen in der autonomen Region Kurdistan DER STANDARD veröffentlichte einen Interessanten Artikel über irakische Christen in der Autonomen Region Kurdistan. Im Unterschied zu z.B. Bagdad oder Mosul sind dort die Christen unter kurdischer Kontrolle relativ sicher vor islamistischem Terror, was zu einem starken Zuzug von Christen aus anderen Landesteilen geführt hat. Es hat den Anschein als ob sich die christliche Präsenz unter kurdischer Kontrolle zunehmend konsolidieren würde. Vor diesem Hintergrund erhalten sogar Bestrebungen nach einem eigenen assyrischen Autonomiegebiet in der Ninawa-Ebene Auftrieb. Unterdessen existiert auch eine christliche Miliz, die mit den kurdischen Sicherheitskräften zusammenarbeitet. Die tausenden Flüchtlinge belasten die Staatskassa, und es droht der Zorn islamischer Extremisten. Laut Bischof Warda nimmt Barzani sie dennoch mit Großzügigkeit auf, gewährt ihnen Wohn- und  Arbeitsrecht  und nötigenfalls auch Sozialhilfe. Doch die Verfolgu...
Dieses Wochenende ist ein interessantes Interview mit Antoine Audo, Bischof von Aleppo der Chaldäischen (mit Rom unierten) Kirche, bei derstandard.at erschienen. Die Anteil der autochthonen Chaldäer an der christlichen Bevölkerung in Syrien ist eigentlich gering aber durch die vielen irakischen Flüchtlinge seit 2003 hat sich ihre Zahl vervielfacht. Der Bischof tätigt zwei interessante Aussagen: 1. Geht er davon aus, dass unterdessen bereits ein Drittel der Christen Syrien verlassen hat; 2. Benennt er nicht nur die alawitische Minderheitenherrschaft als Problem, sondern neben dem sunnitischen Einfluss aus Saudi Arabien explizit den Schiitischen aus dem Iran. In seiner nüchternen und sicher zutreffenden Analyse, lässt der Bischof, der auch Präsident der syrischen Caritas ist, eine erstaunliche Distanz zum Asad-Regime erkennen. Es bleibt zu hoffen, dass sich sein Standpunkt auch bis zu syrischen Rebellen durchspricht.